Wo Beton Leinwand wird
Streetart unter der Donnersbergerbrücke
Unter der Donnersbergerbrücke, Europas meistbefahrener Autobahnbrücke, verbirgt sich mit der „Donnersberger Hall of Fame" eine riesige Open-Air-Galerie voller Streetart, die ich im Juli bei einer fachkundigen Führung mit Martin Arz erkundete.
Unter dem monotonen Dröhnen der Donnersbergerbrücke verbirgt sich eine der faszinierendsten urbane Oasen Münchens. Während oben der Großstadtverkehr rollt, hat sich im Schatten der gewaltigen Betonkonstruktion eine riesige, freizugängliche Open-Air-Galerie etabliert: der sogenannte „Donnersberger Hall of Fame“.
Im Juli bot sich mir das besondere Privileg, diesen atemberaubenden Ort im Rahmen einer fachkundigen Führung mit Martin Arz zu erkunden. Als profunder Kenner der Münchner Subkultur und Buchautor vermittelte er nicht nur historische Hintergründe, sondern schärfte auch den Blick für die unzähligen Details, Techniken und Geschichten hinter den Murals.
Urbaner Kontrast im Streiflicht
Ein Spaziergang unter der Brücke ist ein Spiel mit Gegensätzen. Der rohe, graue Beton steht im direkten Dialog mit explodierenden Farben, aufwendigen Typografien, präzisen Character-Studien und surrealen Motiven. Von riesigen, blau leuchtenden Walen über filigrane, Schwarz-Weiß-Verästelungen bis hin zu verspielten Comic-Figuren und expressiver Calligraffiti-Kunst verwandelt fast jeder Pfeiler den schummerigen Parkplatz in einen lebendigen Ausstellungsraum.
Um diese besondere Atmosphäre einzufangen, erwies sich das Voigtländer APO-Lanthar 28mm f/2.0 an der Leica M10-R als ideale Wahl. Die Brennweite von 28mm ermöglicht es, die imposante Weite der bemalten Betonpfeiler vollständig abzubilden, ohne dass die wuchtige, drückende Deckenstruktur der Brücke verloren geht.
Besonders bei den extremen Lichtverhältnissen – scharfe Schatten, Streulicht von den Seiten und diffuses Dämmerlicht im Inneren – bewährt sich die optische Konstruktion des APO-Lanthar:
Apochromatische Korrektur: Farbsäume an harten Kontrastkanten (wie den dunklen Konturen vor hellen Wänden) werden souverän eliminiert.
Schärfe & Detailzeichnung: In Kombination mit dem 40-Megapixel-Sensor der M10-R werden selbst feinste Sprühnebel-Texturen, die Rauheit des Betons und subtile Farbverläufe gestochen scharf wiedergegeben. Hoher Mikrokontrast: Die Farben der Murals leuchten auch in schattigen Bereichen dynamisch und plastikstark heraus.
Ob im Zusammenspiel mit geparkten Fahrzeugen, die sich als zufällige Requisiten in die Kunstwerke einfügen, oder in der isolierten Betrachtung einzelner Pfeiler: Das Zusammenspiel aus Streetart-Kultur, urbaner Architektur und präziser Optik macht die Donnersbergerbrücke zu einem der spannendsten Fotospots der Stadt.
Einfach das erste Bild anklicken und dann im Großformat die Kunstwerke betrachten…
Ich hoffe, dieses Storytelling-Seite hat euch gefallen, und ich würde mich über ein Feedback sehr freuen.
Leica M10-R &
Voigtländer APO-LANTHAR 28 mm F2.0 mit VM-Bajonett