Es gibt Bilder, die genügen sich selbst. Und es gibt Bilder, die eine Geschichte im Rücken haben: einen Moment, ein Warten, eine Beobachtung, die dem Auslöser vorausging.
Genau diese zweite Seite meiner Fotografie zeige ich hier. Keine Galerie im klassischen Sinn, sondern einzelne Erzählungen, die ich mit ausgewählten Menschen teile. Sven Barnow nennt das in seinem Buch „Achtsam fotografieren" „Geschichten erzählen und dokumentieren". Genau das habe ich in den letzten Monaten versucht: nicht nur fotografieren, sondern beobachten, warten, verstehen, was vor der Kamera geschieht.
Einzelne Bilder von mir findest du auch auf Instagram und bei 1x.com, aber eben nur einzelne Bilder. Auf den Leica-Tagen in Nürnberg wurde Ende Juli 2026 eine Zahl genannt, die mich nachdenklich gemacht hat: 0,4 Sekunden verweilt ein Blick im Schnitt auf einem Bild, bevor weitergewischt wird. Das reicht für einen Reiz, aber nicht für eine Geschichte. Deshalb liegen die Geschichten hier, mit Text, mit Zeit, mit allem, was vor und nach dem Auslösen passiert ist.
Ein paar dieser Geschichten:
Das Erwachen der Seide. Es gibt eine stille Gewalt in der Natur, die wir übersehen. Der Islandmohn im eigenen Garten, von der borstigen Knospe zum strahlenden Quartett im Sonnenlicht. Eine Lektion in Geduld und Schönheit.
Projekt „Eigenheim". Wenn die Wildbiene den Bauleiter mimt. Begonnen hat es ganz anders: Eine Libelle flog an der Terrasse vorbei. Stopp. So sieht doch keine Libelle aus.
Wo Beton Leinwand wird. Über sechs Spuren, unter der Kunst: Unter der Donnersberger Brücke, Europas meistbefahrener Autobahnbrücke, verbirgt sich mit der „Donnersberger Hall of Fame" eine riesige Open-Air-Galerie voller Streetart.
Diese Seiten sind bewusst nicht verlinkt, nicht über Menü oder Suche auffindbar. Wer eine dieser Geschichten liest, hat sie von mir persönlich bekommen, als Empfehlung, nicht als Zufallsfund.
Wenn du hierher zurückgefunden hast: willkommen zurück. Und gleich geht's wieder „an die Öffentlichkeit" zur Galerie.